„Was haben Emotionen mit Medien zu tun“?
Materiál
Gefühlwürfel basteln (siehe Anhang)
Opis aktivity
Kinder müssen mit Unterstützung von uns Erwachsenen lernen, Gefühle, die Medien auslösen, einzuschätzen, sie müssen lernen, ihre Grenzen zu erkennen und auch, wenn der Konsum zu viel für sie ist. Es ist daher Bildungsauftrag des Kindergartens Kinder dahingehend zu befähigen, hier in sich hinein zu spüren, und Bewältigungsstrategien für sich zu erlernen, aber auch Eltern über eine angemessene Mediennutzung ihrer Kinder informieren.
Pädagogischer Hintergrund:
Freude, Angst, Langeweile, Traurigkeit, Wut: All diese Gefühle müssen Kinder lernen für sich einzuordnen, zu benennen und auch Umgangsweisen damit für sich finden. Eine wichtige Hilfe sind ihnen dabei wir Erwachsenen und unser (bewusster) Umgang mit Gefühlen, aber auch eine offene Gesprächskultur in Familie und Kindergarten, die das Reden über Gefühle nicht nur zulässt, sondern fördert.
Auch über das, was ihnen „angenehm“ und „unangenehm“ ist, können Kinder bereits früh durch „ihren inneren Kompass“ unterscheiden. Dieser kann jedoch im Laufe der Zeit irritiert werden, wenn Kinder immer wieder über ihre eigenen Grenzen gehen müssen, um „brav“ zu sein. Es ist wichtig, dass Erwachsene die Gefühle der Kinder akzeptieren und sie nicht dazu nötigen, diese zu verleugnen oder zu überspielen.
Aktivieren des Vorwissens (Kontextkompetenz/ Kommunikation)
- Denkt mal nach, welche Gefühle kennt ihr (in euch)?
- Was glaubt ihr, haben wir alle ähnliche Gefühle- ihr Kinder wie wir Erwachsenen?
- Erzählt man, was machen denn eure Eltern wenn sie glücklich, wütend, traurig, gestresst,…sind?
Die Kinder schneiden das Arbeitsblatt mit dem Würfel aus und malen in den Feldern freudige, wütende, traurige, etc..Smileys (Kreativität). Gemeinsam wird darüber gesprochen, welche Gefühle sie auf den Würfel gemalt haben und spielen diese mit Grimassen nach (Kollaboration). Die Pädagog:in fragt nun in die Runde, ob sich die Kinder auch manchmal so wie das Smiley auf dem Würfel fühlen?
In einem nächsten Schritt beschreibt die Pädagog:in verschiedene Szenen. Die Kinder entscheiden, mit welchen Gefühlen sie diese verbinden und legen den Würfel entsprechend vor sich hin. Sie versuchen zu erklären, warum sie diese Entscheidung getroffen haben. Hierbei gibt es natürlich kein „Richtig“ oder „Falsch“ – denn die Situationen lassen sich durchaus unterschiedlich bewerten. Hier geht es vor allem darum, dass Kinder über ihre Gefühle nachdenken, diese erkennen und zuordnen können.
Mögliche Szenen könnten sein:
- Telefoniert mit Vater, der gerade beruflich unterwegs ist
- eine Legofigur ist kaputt gegangen
- darf eine Folge der Lieblingsserie schauen und muss nach dem Ende dieser ausschalten
- Oma und Opa kommen zu Besuch
- muss zum Arzt
- hat ein gruseliges Video am Tablet gesehen
- will gleich nach dem Abholen vom Kindergarten das Handy der Mama
- darf am Handy der Mama ein neues Computerspiel spielen und kommt nicht zum nächsten Level
- darf mit seinen Freund:innen ins Kino, um einen spannenden Film anzusehen
- sieht, dass ein Kind gemein zu einem anderen ist
- nimmt heimlich das Handy der Mama
- Vielleicht möchte nun ein Kind selbst eine Situation schildern und wie es sich dabei gefühlt hat.
Am Ende der Übung sprechen die Kinder in der Gruppe nochmals über ihre Gefühle: Welche Gefühle/Situationen kennen sie selbst? Was machen sie, wenn sie sich so fühlen? (Kritisches Denken)
Rozvíjané kompetencie 7K
Siehe oben
Arbeitsblatt Gefühlswürfel: https://www.saferinternet.at/zielgruppen/lehrende/unterrichtsbeispiele/safer-internet-im-kindergarten/angebot-was-fuer-ein-gefuehl-ist-das?no_cache=1
Weitere Vertiefungsmöglichkeit:
Vorlese-Geschichte „Die drei Freunde“: „Ich weiß nicht genau“ www.si.or.at/dreifreunde
Fotocredit: Freepik
Doplňujúce obrázky
Doplňujúce súbory
-
Video
-