Auf dem Weg zum Mineralwasser: Was Wasser aus der Natur mitnimmt
Gebraucht wird
- verschiedene Turngeräte,
- Zelt mit Kaleidoskop-Licht,
- Mineralien/Edelsteine in vier Farben (rot, grün, blau, gelb),
- Schüssel, durchsichtige Gießkanne, Trinkgläser
Beschreibung
Einstieg in das Thema durch Aktivieren des kindlichen Vorwissens (Kontextkompetenz) durch folgende Impulsfragen:
- Welche Quellen habt ihr schon gesehen – wie sah das Wasser dort aus?
- Glaubt ihr, dass Wasser überall gleich aussieht oder schmeckt?
- Wo fließt Wasser überall hindurch, bevor es bei uns ankommt?
Aktivität: Bewegungsparcours „Mineralwasser“
- Planung & Aufbau
Ein Bewegungsparcours aus Turngeräten wird gemeinsam aufgebaut. Jede Station erhält den Namen eines Naturortes, den Wasser auf seiner Reise durchläuft – Berge, Höhlen, Vulkane, Wasserfälle, Seen oder Meere. Während die Kinder überlegen, wie diese Orte in echt aussehen, gestalten sie sie kreativ nach ihren eigenen Vorstellungen (Kreativität, Kontextkompetenz). - Gestaltung der Stationen
Die Kinder entscheiden im Team, wie die Stationen gebaut werden sollen, wählen Materialien aus und unterstützen sich gegenseitig beim Aufbau (Kollaboration). Dabei sprechen sie über Formen, Farben und Bewegungen, die zu ihrem Naturort passen (Kommunikation). - Sammeln von Mineralien
Beim Durchlaufen der Stationen sammeln die Kinder bunte „Mineralien-Edelsteine“. Im gemeinsamen Sitzkreis sortieren sie die Steine und füllen sie in eine durchsichtige Gießkanne. So wird sichtbar: Wasser nimmt auf seinem Weg durch Boden und Gestein kleine Teilchen mit – ähnlich wie echtes Wasser Mineralien löst. Diese Erkenntnis stärkt erstes naturwissenschaftliches Denken (Kritisches Denken). - Experiment: Wie Mineralwasser entsteht
Wasser wird in die Kanne gegossen. Dabei wird erklärt: Wenn Wasser durch Erde, Steine und Höhlen fließt, löst es winzige Mineralien. Diese können wir nicht sehen, aber sie sind wichtig für unseren Körper.“ Dazu können Sie kurze Beispiele nennen, etwa dass einige Mineralwässer nach Eisen oder Schwefel riechen oder schmecken können – so wie im Heft beschrieben (Kontextkompetenz, Kommunikation).
Manchmal wird Wasser schmutzig, wenn Müll hineinfällt oder wenn es lange heiß ist und wenig regnet (Klimaveränderung, Wasserverschmutzung). Dann können Menschen und Tiere es nicht mehr trinken. Darum ist sauberes Wasser wichtig, und wir müssen gut darauf aufpassen.
- Der Klimabezug:
„Wasser kann schmutzig werden, wenn Müll in die Natur gelangt oder wenn es sehr lange heiß und trocken ist. Dann kommt weniger sauberes Wasser nach. Wir Menschen, Tiere und Pflanzen brauchen sauberes Wasser – deshalb müssen wir gut darauf aufpassen.“
Hier können die Kinder erzählen, wie in ihren Familien, Sprachen oder Herkunftsregionen über Wasser gesprochen wird oder welche Wasserquellen sie kennen (Kulturalität, Mehrsprachigkeit).
Weiterführende Aktivitäten:
Steine fühlen, mineralhaltige Steine betrachten oder ausprobieren, wie Wasser durch Erde, Sand oder Kies sickert.
Hintergrundwissen: Regenwasser versickert in die Erde und wandert durch Böden, Steine und Höhlen. Dabei trifft es auf viele verschiedene Gesteine, die aus verschiedenen Mineralien bestehen. Während das Wasser durch diese Schichten fließt, lösen sich kleine Mengen von Mineralstoffen im Wasser – so entsteht unterirdische, mineralhaltige Wasser. Genau dieses Prinzip wird im Parcours nachgespielt: Das Wasser „reist“ durch Berge, Höhlen und Vulkane und sammelt unterwegs bunte „Mineralien“ ein.
Diese mineralreichen Wasser können in der Natur ganz unterschiedlich aussehen: Manche enthalten Schwefel und riechen nach „Eiern“, andere enthalten Eisen und zeigen kleine rote Partikel.
Unterirdische Wasser können kalt, warm oder sogar heiß werden – etwa durch Wärme aus dem Erdinneren. Die Slowakei ist besonders reich an solchen Wasserquellen, einigen natürlichen und einigen künstlich erschlossenen (z. B. Herľany in der Slowakei). Auch in Österreich gibt es mineralhaltiges Wasser im Boden und mehrere Quellen, aus denen Trinkwasser mit wertvollen Stoffen kommt (Bad Vöslau, Laa an der Thaya, Kobersdorf). Mineralien sind winzige Bausteine der Gesteine und für den menschlichen Körper wichtig. Viele davon (wie Calcium, Magnesium oder Eisen) können wir nicht selbst herstellen – wir nehmen sie über Nahrung und Wasser auf. Deshalb ist mineralreiches Wasser ein gesundes Lebensmittel. Das Thema bietet auch einen Bezug zum Klima: Wenn es sehr heiß ist oder wenig regnet, kann Wasser knapp oder verunreinigt werden. Dann ist es wichtig, sparsam und achtsam mit Wasser umzugehen. Ebenso ist sauberes Wasser nicht selbstverständlich – Müll und Umweltverschmutzung können Wasser untrinkbar machen (Quelle: P. Malík, Hydrogeogloge).
Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K
| Kollaboration: Die Kinder arbeiten gemeinsam an Stationen, sammeln Materialien und vergleichen Beobachtungen. Sie unterstützen einander beim Sortieren der „Edelsteine“, beim Experimentieren mit Böden (Vertiefung 1) und beim Testen der Wasserproben (Vertiefung 2). Dabei entwickeln sie gemeinsame Lösungen und dokumentieren Ergebnisse als Team.
Kommunikation: Die Lernenden beschreiben Beobachtungen, vergleichen Ergebnisse und erklären einander, was sie bei den Experimenten sehen (Vertiefung 1 und 2). Sie stellen Fragen, äußern Vermutungen und verwenden einfache Fachwörter. Dabei nutzen sie auch ihre Erstsprachen, um Beobachtungen auszudrücken und gemeinsam Bedeutungen zu klären. Kritisches Denken: Die Lernenden beobachten genau, wie Wasser Stoffe aus der Natur mitnimmt, überlegen, warum manche Materialien löslich sind und andere nicht (Vertiefung 1), und hinterfragen Unterschiede zwischen Regen-, Leitungs-, Mineral- und destilliertem Wasser (Vertiefung 2). Sie denken darüber nach, wie Klimaextreme und Verschmutzung die Wasserqualität beeinflussen. Kreativität: Beim Bewegungsparcours gestalten die Kinder Naturorte wie Berge oder Höhlen nach eigenen Vorstellungen. Sie entwickeln eigene Ideen, wie Wasser „Bodenwege“ durchläuft (Vertiefung 1), und überlegen kreative Formen der Dokumentation – z. B. Tabellen, Skizzen oder Fotos (Vertiefung 2). Kulturalität: Die Lernenden tauschen Erfahrungen zu Wasserquellen aus ihren Familien oder Regionen aus. Sie erkennen, dass Wasser überall eine wichtige Ressource ist und dass unterschiedliche Kulturen eigene Zugänge zu Wasser, Quellen und Trinkgewohnheiten haben. Kontextkompetenz: Die Lernenden verstehen, welchen Weg das Wasser nehmen kann, wie es Mineralien aufnimmt und warum die Qualität des Wassers von Boden, Klima und menschlichem Verhalten abhängt. Sie verknüpfen Experimente und Alltagserfahrungen und erkennen Zusammenhänge zwischen Wasserschutz, Klima und Gesundheit (Vertiefung 1 & 2). Digitale Kompetenzen: Die Lernenden dokumentieren Stationen, Experimente und Wasserproben mit Kamera oder Tablet, vergleichen Fotos und nutzen digitale Hilfen zur Ergebnisdarstellung (Vertiefung 2). |
Zusätzliche Bilder
Zusätzliche Dateien
Video
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