Digitalität und Nachhaltigkeit - Das steckt in einem Smartphone

Geförderte Kompetenzen

  • Digitale Kompetenz
  • Kollaboration
  • Kommunikation
  • Kontextkompetenz
  • Kreativität und Innovation
  • Kritisches Denken und Problemlösung
  • Kulturalität

Altersgruppe

  • a. Kindergarten
  • b. Volksschule
  • c. Sekundarstufe I

Gebraucht wird

Material:

  • Bildkarten oder reale Gegenstände
  • Smartphone

 

Beschreibung

Impulsfragen /Gespräch zum Aktivieren des kindlichen Vorwissens (Kontextkompetenz):

  • Das ist ein:e…zB Akku, Smartphoneprozessor….
  • Was bedeutet unverarbeitet, verarbeitet, künstlich hergestellt?
  • Welcher Rohstoff steckt im …?
  • Kommen diese Dinge so in der Natur vor?
  • Müssen sie aus der Natur gewonnen und verarbeitet werden?
  • Warum kann dieser lange Transportweg problematisch sein?
  • Welche Transportmittel werden verwendet?
  • Gibt es umweltfreundlichere Alternativen?
  • Wie können wir durch Recycling oder regionale Kreisläufe Transportwege einsparen?
  • Was können wir tun, damit nicht immer neue Rohstoffe gebraucht werden?

Aktivität:

Verschiedene natürliche und verarbeitete Materialien wie Holz, Erde, Metalle, Blätter, Glas, Platinen,Kunstsoff, … liegen auf einem Teppich vor den Kindern. Die Gruppen werden aufgefordert, diese Gegenstände zu sortieren. Danach präsentieren und begründen die Kinder ihre Arbeit. Häufig wählen Kinder intuitive Sortierkriterien wie Farbe, Form oder Beschaffenheit. Die/Der Pädagog:in erklärt danach: „Man kann Materialien auch danach unterscheiden, ob sie in der Natur so vorkommen oder vom Menschen verarbeitet wurden.“ Nun wird eine neue Sortierung in drei Kategorien erarbeitet:

  • natürlich/unverarbeitet
  • verarbeitete/natürlich
  • künstlich hergestellt

Die Kinder überlegen, welche dieser Materialien wir auch in einem Smartphone finden.

Vertiefung 1: DAS SMARTPHONE ALS SCHATZTRUHE

Hintergrundwissen:

Je früher Lernende mit der Produktion und deren Auswirkung und Folgen eines Smartphones konfrontiert werden, umso bewusster gehen sie mit Ressourcen um. Von seltenen Erden bis hin zu Kinderarbeit bietet die Auseinandersetzung ein breites Spektrum an spannenden Vermittlungssequenzen.

Material:

Bildkarten (M1-M3)

Aktivität:

Den Kindern wird ein Smartphone zur Ansicht präsentiert und die/der Pädagog:in fragt: „Wer hat eine Idee, woraus es gemacht ist?“ Die Kinder überlegen, welche Materialien von außen erkennbar sind (zB Glas, Metall, Kunststoff). Danach erklärt die/der Pädagog:in, dass im Inneren viele weitere – oft unsichtbare – Materialien stecken. Das Gerät wird entweder live zerlegt oder es wird ein bereits zerlegtes Modell gezeigt.

Die Kinder dürfen die Einzelteile betrachten, angreifen und gemeinsam mit der/dem Pädagog:in überlegen, welche Materialien darin verarbeitet wurden. Die Teile werden auf die Bilder (M1) gelegt.

Die Kinder versuchen nun, die Rohstoffe den jeweiligen Bauteilen zuzuordnen: Welcher Rohstoff steckt im Akku? Welcher im Display? Dafür werden die Bilder (M2) zu den einzelnen Bauteilen gelegt.

Dabei stellt die/der Pädago:in folgende Fragen: „Kommen diese Dinge so in der Natur vor? Müssen sie aus der Natur gewonnen und verarbeitet werden? (Anknüpfung an das Vorwissen aus Stufe 1).

Erkenntnis: Nein – sie müssen vom Menschen mit Dingen (Rohstoffen) aus der Natur hergestellt werden. Die Bilder werden den Wortkärtchen (M3) zugeordnet.

Ökologische Auswirkungen:

Die/der Pädagog:in erklärt kindgerecht, dass viele dieser Rohstoffe tief in der Erde oder im Regenwald vorkommen. Für ihre Gewinnung wird häufig Natur zerstört – etwa durch Abholzung von Regenwald, was auch den Lebensraum von Tieren und Menschen bedroht. Zur Vertiefung könnte das Buch „Das Faultier im Pop-up- Wald“ vorgelesen werden.

Abschluss & Weiterarbeit:

Gemeinsames Gespräch: Was können wir tun, damit nicht immer neue Rohstoffe gebraucht werden?

 

Das brauche ich:

Buch „Das Faultier im Pop-up-Wald“

 

Vertiefung 2: WOHER KOMMEN DIE ROHSTOFFE FÜR UNSER SMARTPHONE?

Hintergrundwissen:

Je früher Lernende mit der Produktion und deren Auswirkung und Folgen eines Smartphones konfrontiert werden, umso bewusster gehen sie mit Ressourcen um. Von seltenen Erden bis hin zu Kinderarbeit bietet die Auseinandersetzung ein breites Spektrum an spannenden Vermittlungssequenzen. INFO: Wurden die Rohstoffe gewonnen, müssen sie in Fabriken aufbereitet werden, dass man sie auch verarbeiten kann. Diese Rohstoffe kommen bei uns in Europa kaum vor, sie müssen von anderen Kontinenten unserer Erde zu uns nach Europa gebracht

werden.

Material:

  • Bildkarten
  • Weltkarte
  • Wollschnüre

Aktivität:

Den Kindern werden verschiedene Rohstoffe (z. B. echte Materialien aus alten Geräten oder Bildkarten) präsentiert. Gemeinsam wird überlegt: Wer erkennt einen Rohstoff? Wofür könnte er verwendet werden? Anschließend ordnen die Kinder mithilfe einer großen Weltkarte (z. B. als Teppich) die Herkunftsländer bzw. -kontinente der Rohstoffe zu. (M4) Mit Wollschnüren werden die einzelnen Stationen der Rohstoffe markiert – von der Gewinnung über die Verarbeitung bis zur Ankunft in Österreich. So entsteht eine visuelle Repräsentation der langen Transportwege.

Mögliche Diskussionsimpulse

  • Warum kann dieser lange Transportweg problematisch sein? (Stichworte: Emissionen, Umweltbelastung)
  • Welche Transportmittel werden verwendet? Gibt es umweltfreundlichere Alternativen?
  • Wie können wir durch Recycling oder regionale Kreisläufe Transportwege einsparen?

Weiterführende Aktivitäten

  • Die Kinder schätzen, wie viele Kilometer ein bestimmter Rohstoff zurücklegt.
  • Mithilfe von Google Maps oder anderen Karten-Apps werden die realen Distanzen zwischen den Stationen ermittelt und addiert.

Sprachmittel VIT (Very import terms) Tabelle:

der Kunststoff – Plast

der Rohstoff – Surovina

gewinnen – extrakt

die Verarbeitung – Spracovanie

der Kontinent – Kontinent

der Transportweg – Prepravná trasa

die Umwelt – Zivotné prostredie

schützen – chrániť

natürlich – prírodný

künstlich – umelý

verarbeiten – spracovať

gewinnen – extrahovať

Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K

  • Kollaboration:

Die Kinder arbeiten zusammen an einem Projekt. Sie lernen, ihre Ideen auszutauschen, gemeinsam zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. So lernen sie, wie wichtig Zusammenarbeit ist.

  • Kritisches Denken:

Die Kinder setzen sich mit den Inhaltsstoffen eines Smartphones auseinander und erkennen den Zusammenhang mit der Umweltbelastung.

  • Kulturalität:

Die Kinder erkennen, dass die Umwelt in den verschiedenen Teilen der Erde unterschiedlich belastet wird.

  • Kreativität:

Die Kinder werden in der Vertiefung 2 ermutigt, kreativ zu sein und sich neue Ideen für die Verringerung der Transportwege der Rohstoffe auszudenken. Sie lernen, anders zu denken und neue Konzepte zu entwickeln, was ihre Kreativität und Innovationsfähigkeit stärken.

  • Kontextkompetenz:

Die Kinder verstehen den Zusammenhang zwischen dem Abbau der Rohstoffe und der Belastung der Umwelt.

  • Kommunikation:

Die Kinder lernen, ihre Ideen und Gedanken zu sagen und erweitern ihren Wortschatz rund um das das Thema. Sie besprechen Lösungen und üben so die Kommunikation in Gruppen.

  • Digitale Kompetenz:

Die Kinder erkennen, dass digitale Endgeräte mitunter eine Umweltbelastung darstellen.

Zusätzliche Bilder

Zusätzliche Dateien

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Video

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Europabüro der Bildungsdirektion für Wien