Digitalität und Nachhaltigkeit: Digital oder analog?
Gebraucht wird
Material:
- Bildkarten
- Malerkrepp oder Kreide
- Hindernis
- Figur
Material Vertiefung 2:
- Arbeitsblätter
- Tabletts
- Info Scratch
Beschreibung
Hintergrundwissen:
Unsere Welt verändert sich ständig schnell durch technologische Entwicklungen Viele Dinge, die heute selbstverständlich sind – wie Smartphones, Videotelefonie oder Suchmaschinen – waren vor wenigen Jahrzehnten noch unvorstellbar. Der Vergleich von „Früher – Heute – Zukunft“ hilft Kindern, Veränderungen in Bereichen wie Kommunikation, Mobilität, Bildung oder Freizeit bewusst wahrzunehmen und ein Verständnis für den technischen Fortschritt zu entwickeln.
Die Arbeit mit Scratch, einer kindgerechten Programmiersprache, ermöglicht den Kindern einen praktischen Einstieg ins Programmieren. Sie lernen dabei Grundkonzepte wie Befehlsfolgen, Schleifen oder Bedingungen kennen und setzen eigene Ideen digital um. So erfahren sie digitale Werkzeuge nicht nur als Konsumierende, sondern als Gestaltende – ein wichtiger Schritt zu echter Medienkompetenz.
Impulsfragen /Gespräch zum Aktivieren des kindlichen Vorwissens (Kontextkompetenz):
Woran denkst du beim Wort “digital”?
Was bedeutet „analog“?
Was ist eine Programmiersprache?
Verschieden Gruppen erhalten einen Kartensatz mit Bildern zu einer Tätigkeit. Die Kinder sollen die Bildkarten in die richtige Reihenfolge bringen. Danach werden die Lösungen verglichen.
Im Anschluss erklären Sie bitte: „Du hast soeben einen sogenannten Algorithmus gelegt. Das sind Schritt-für-Schritt-Anweisungen, die uns helfen, Aufgaben zu lösen. Sie sind im Alltag weit verbreitet, oft ohne, dass wir es bewusst wahrnehmen.“
Weiterführend kann mit Krepp oder Kreide ein großes Raster auf dem Boden markiert werden. Dieses enthält einige Hindernisse. Ein Kind erhält den Auftrag zu einer Figur, welche sich am Ende des Rasters befindet, zu gehen.
Danach lassen Sie Paare bilden, die sich hintereinander aufstellen. Vorne stehen die Roboterkinder, hinten die Programmierkinder, die ihren Roboter mit ihren Händen programmieren und steuern. Die Hand am Rücken des Roboters heißt ihn geradeaus zu befehligen, auf der rechten Schulter Drehung nach rechts, auf den Kopf heißt stehen bleiben. -Die Kinder sollen das Schritt für Schritt machen
Vertiefung 1:Digital oder analog?
Leitsatz:
Durch den Vergleich analoger und digitaler Problemlösungswege erkennen Kinder den Nutzen digitaler Werkzeuge im Alltag, entwickeln ein Verständnis für deren Effizienz und lernen, deren Einsatz kritisch und bewusst zu reflektieren.
Hintergrundwissen:
Digitale Werkzeuge ermöglichen schnelle Informationsbeschaffung, Kommunikation und kreative Gestaltung. Im Vergleich zu analogen Methoden zeigen sich große Unterschiede in der Effizienz und im Zeitaufwand. Dabei geht um Schnelligkeit ebenso wie auch um die Fähigkeit, passende digitale Hilfsmittel sinnvoll auszuwählen. Durch den direkten Vergleich mit analogen Lösungswegen sichtbar, warum sich digitale Technologien entwickelt haben – und wo ihre Chancen und Grenzen liegen. Ziel ist es, Medienkompetenz und ein reflektiertes Technikverständnis aufzubauen.
Material:
Siehe „Problemstellungen“ bei der folgenden Aktivität:
Aktivität:
Die Kinder werden von der/dem Pädagog:in mit einer Problemstellung konfrontiert. Eine Gruppe löst das Problem mit Hilfe digitaler Hilfsmittel, die andere Gruppe mit analogen. Je nachdem wie viele Problemstellungen gleichzeitig gelöst werden sollen, müssen dementsprechend viele Gruppen gebildet werden. Mit digitalen Medien werden die Problemstellungen im Normalfall in deutlich kürzerer Zeit gelöst.
Problemstellungen
- Texte vervielfältigen
- digital: kopieren, fotografieren, scannen
- analog: abschreiben, mit dem Stempelkasten nachbauen (wie beim Buchdruck)
- In anderen Sprachen sprechen
- digital: Übersetzungsprogramme
- analog: mit Wörterbüchern
- Sachinformationen finden (zB. wie groß wird ein Nashorn)
- digital: Suchmaschine im Internet
- analog: Lexikon
- Informationen verbreiten
- digital: E-Mail, WhatsApp schreiben
- analog: Brief schreiben
Nach der Bearbeitung der Problemstellungen werden die Ergebnisse und Erfahrungen im Plenum ausgetauscht und besprochen. Warum geht es mit der modernen digitalen Methode schneller als anders? Diese gemeinsame Reflexion soll den Kindern bewusst machen, warum sich digitale Geräte so entwickelt haben und den Sinn dahinter beleuchten.
Vertiefung 2: Digital oder analog?
Leitsatz: früher-heute-Zukunft?
Kinder setzen sich aktiv mit gesellschaftlichen und technologischen Entwicklungen von früher bis heute auseinander, entwickeln Vorstellungen für die Zukunft und gestalten diese kreativ mit digitalen Werkzeugen wie Scratch. Zukunftsorientiertes Denken, Medienkompetenz und gestalterische Selbstwirksamkeit werden gefördert.
Material:
- Arbeitsblätter
- Tabletts
- Info Scratch
Aktivität:
Mit Hilfe des Materials werden wichtige Kategorien unseres Lebens aufgezeigt; Bilden Sie bitte 5 Gruppen. Jede Gruppe bekommt die Bilder eines Beispiels der Bildkärtchen. Die Kinder skizzieren zukünftige Entwicklungen entweder aus der Diskussion in der Gruppe oder recherchieren zusätzlich im Internet. Zurück im Plenum präsentiert jede Gruppe eine Kategorie. Am Ende erweitern die anderen Gruppen die Kategorien jeweils um ihre Ideen für die Welt der Zukunft.
Fragen dazu können sein: Was siehst du auf den Bildern? Wie ist es heute? Wie war es früher? Wie wird es in Zukunft sein? Wodurch hat sich unser Leben so stark verändert? Seit wann gibt es diese Veränderungen? Wodurch wurde dieser Fortschritt möglich? Welche Meilensteine gab es in der Entwicklung der/des …?
Aufbauend auf diese Aktivität wird ein fertiges Scratch–Programm vorgeführt und die Benutzeroberfläche und die Befehle von Scratch erklärt. Mit Hilfe des Arbeitsblatts (siehe QR Code) wird ein einfaches Programm von den Kindern erstellt. Danach können die Kinder ihre eigenen Programme entwickeln und vorstellen. Das Anlegen von „Benutzerkonten“ durch Kinder und veröffentlichen (Einverständniserklärungen der Erziehungsberechtigten!) der Beiträge ist empfehlenswert, um die Freude am Arbeiten mit Scratch zu steigern.
Weitere detailliertere Informationen unter:
Medienwelten: https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/medienwelten
Mobilität: https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/mobilitaet
Arbeitswelt: https://www.technischesmuseum.at/ausstellung/in_arbeit
Sprachmittel VIT (Very import terms) Tabelle:
der Algorithmus – Algoritmus
der Computer – Počítač,
das Smartboard – Smartboard
der Roboter – Robot
programmieren – programovanie
befehlen – príkaz
digital – digitálny
analog – analógový
Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K
- Kollaboration:
Die Kinder arbeiten zusammen an einem Projekt. Sie lernen, ihre Ideen auszutauschen, gemeinsam zu gestalten und Entscheidungen zu treffen. So lernen sie, wie wichtig Zusammenarbeit ist.
- Kritisches Denken:
Bei der Aktivität Vergleich-analoge mit digitalen Lösungsprozessen, früher-heute-Zukunft? und der App Scratch setzen sich die Kinder mit verschiedenen Möglichkeiten der Digitalität auseinander und erarbeiten gemeinsam Lösungen.
- Kulturalität:
Die Kinder beurteilen analoge und digitale Inhalte und beurteilen sie aus ihren eigenen Erfahrungen, welche von ihrer Kultur und Sozialisation beeinflusst sind.
- Kreativität:
Die Kinder werden ermutigt, kreativ zu sein und sich neue Ideen für die Zukunft und den Inhalt ihres Scratch Programms auszudenken. Sie lernen, anders zu denken und neue Konzepte zu entwickeln, was ihre Kreativität und Innovationsfähigkeit stärken.
- Kontextkompetenz:
Die Kinder verstehen den Unterschied von digital und analog und können dieses Verständnis auf die weiteren Aufgaben anwenden.
- Kommunikation:
Die Kinder lernen, ihre Ideen und Gedanken zu sagen und erweitern ihren Wortschatz rund um das das Thema digital oder analog. Sie besprechen Lösungen und üben so die Kommunikation in Gruppen.
- Digitale Kompetenz:
Die Kinder erkennen, dass digitale Endgeräte eine Hilfe im Alltag darstellen.
Zusätzliche Bilder
Zusätzliche Dateien
Video
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