Ich bin ich und das sage ich weiter

Geförderte Kompetenzen

  • Digitale Kompetenz
  • Kollaboration
  • Kommunikation
  • Kontextkompetenz
  • Kreativität und Innovation
  • Kritisches Denken und Problemlösung
  • Kulturalität

Altersgruppe

  • a. Kindergarten

Gebraucht wird

Mein Schatten gehört zu mir: Kamera, Drucker, Papier, Lichter, Buntstifte

Wer bin ich: Kamera, Schere, Laminiergerät, Folien

Bin ich es wirklich?: Papierrolle, Stifte, Kamera, Drucker, kleine Kärtchen mit den Körperteilen

Beschreibung

Diese Reihe von Aktivitäten befasst sich damit, was Kinder über sich selbst mit anderen teilen sollten oder könnten. Mit dieser „Offline“-Methode werden Kinder auf das Online-Leben vorbereitet.

Aktivität „Körpersprache“:

Die Aktivität kann mit den Kindern zum Thema Körpersprache gestaltet werden. Dabei kann gemeinsam ausprobiert werden, wie bestimmte Stimmungen, Gefühle oder Situationen ohne Worte ausgedrückt werden können, zum Beispiel Freude, Angst, Nervosität, Schmerz, „Ich freue mich auf die Ferien“, „Ich bin müde“, „Ich verstehe etwas nicht“ usw.

Können die dargestellten Gefühle von den Kindern erraten werden?

Aktivität „Mein Schatten gehört zu mir“:

Mit den Kindern wird über den Körperschatten gesprochen. Mit Hilfe einer Taschenlampe wird gezeigt, wie Schatten entstehen. Im Garten kann dann gezeigt werden, wie ein natürlicher Schatten durch den Lichteinfall der Sonne entsteht. Im Anschluss wird der Schatten, oder auch nur Teile davon, wie Hände oder Gesicht, fotografiert. Die Kinder wählen selbständig aus, welches Schattenfoto von ihnen ausgedruckt werden soll. Das Schattenbild wird dann von den Kindern noch individuell ausgestaltet. Zum Abschluss werden die Fotos von den Kindern präsentiert und können im Kindergarten ausgestellt werden.

Aktivität „Wohlfühlen – Abstand zu anderen Menschen“:

Durch diese Aktivität versucht das Kind zu unterscheiden, bis zu welcher Distanz der Kontakt mit anderen Kindern angenehm ist und ab wo er unangenehm wird.

Ein Kind steht in der Mitte, der Rest der Gruppe steht im Kreis mit einem Abstand von mehreren Metern um das Kind herum. Auf ein vorher vereinbartes Zeichen geht die Gruppe langsam auf das in der Mitte stehende Kind zu. Sobald dieses Kind sich unwohl fühlt, weil ihm die anderen zu nah kommen, sagt es laut „Stopp“.

Aktivität „Wer bin ich?“:

Die Gesichter der Kinder werden fotografiert. Wenn jedes Kind sein eigenes Foto hat, dürfen die Fotos so zerschnitten werden, dass Augen, Nase und Mund voneinander getrennt sind. Dazu kann das Lied „Hlava, ramena, kolena, palce“ (= „Head, shoulders, knees and toes“) gesungen werden. Danach werden die einzelnen Fototeile vermischt und mit dem Bild nach oben wieder aufgelegt. Nun muss jedes Kind versuchen, die Einzelteile seines Gesichtes wieder zu finden. Anschließend werden die zerschnittenen Fotos wieder richtig zusammengesetzt werden. Es ist nicht so einfach, die eigene Nase oder auch die Lippe wiederzufinden! Die einzelnen Gesichtsteile können laminiert werden und so ein Puzzle des eigenen Gesichts ergeben.

Aktivität „Bin ich es wirklich?“:

Ein Kind legt sich auf ein großes Stück Papier und ein anderes zeichnet seinen Umriss nach. Wer mag, darf seinen Umriss ausmalen. Wer nicht ausmalen möchte, kann kleine Kärtchen mit den Händen, Füßen usw. drauflegen. Während dessen wird das Lied: „Head, shoulders, knees and toes“ gesungen. Im nächsten Schritt dürfen die Kinder gegenseitig Ganzkörperporträts von sich fotografieren. Diese werden auch ausgedruckt. Nun werden die Umrisse und die Fotos vermischt auf dem Boden aufgelegt und die Kinder erhalten den Auftrag, zuerst ihr eigenes Foto und den dazugehörigen Umriss zu finden. Im Anschluss können sie auch versuchen, die anderen Fotos den entsprechenden Umrissen zuzuordnen.

Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K

Kollaboration: Die Gruppe handelt nicht unabhängig, sondern in gegenseitiger Abstimmung und berücksichtigt die Bedürfnisse jedes Einzelnen.

Kommunikation: Die Kinder lernen, Gefühle in der eigenen Sprache auszudrücken und zugleich die Bezeichnungen dafür in der Nachbarsprache. Die Kinder sind aktiv in den gesamten Prozess eingebunden und erarbeiten gemeinsam Ergebnisse. Der Fokus liegt auf Austausch, gemeinsamer Lösungsfindung und Mitgestaltung. Die Beispiele verdeutlichen, dass Kommunikation nicht nur Reden bedeutet, sondern das Zusammenspiel von Signalen, Regeln, Zuhören und Rücksicht.

Kontextkompetenz: Kinder lernen, nonverbale Signale nicht isoliert, sondern in ihrem Zusammenhang zu deuten und mit bekannten Erfahrungen, Situationen und Gefühlen zu verknüpfen. Die Kinder werden aktiv in alle Geschehen eingebunden, können ihre Gedanken mitteilen, selbst Entscheidungen treffen und Ergebnisse präsentieren. Die Kinder lernen, Beobachtungen aus einem künstlich erzeugten Kontext (Taschenlampe und Schatten im Raum) auf einen natürlichen Zusammenhang (Schatten durch Sonnenlicht im Garten) zu übertragen. Dadurch begreifen sie, dass ein Phänomen in unterschiedlichen Situationen ähnliche Ursachen und Wirkungen haben kann.

Kreativität und Innovation: Die Kreativität liegt in der Entwicklung der Idee, Gefühle, Stimmungen und Situationen durch Körpersprache und nonverbale Ausdrucksformen erlebbar zu machen. Die Innovation zeigt sich darin, dass diese kreative Idee praktisch umgesetzt wird, indem Kinder aktiv ausprobieren, Gefühle ohne Worte darzustellen, und andere Kinder sie erraten. Die Kreativität liegt in den Ideen, wie Kinder mit Schatten spielen, diese gestalten und eigene Ausdrucksformen entwickeln. Die Innovation zeigt sich in der methodischen Umsetzung, wie aus einer alltäglichen Beobachtung (Schatten im Licht) ein ganzheitliches Lern- und Gestaltungsprojekt entsteht.

Kulturalität: Kinder lernen spielerisch, mit »Andersartigkeit« umzugehen, Unterschiede wahrzunehmen und diese respektvoll in einen gemeinsamen Austausch zu bringen.

Kritisches Denken:  Kinder werden zum Beobachten, Vergleichen, Nachfragen und zur eigenen Entscheidungsfindung angeregt.

Digitale Kompetenz: Die Kinder verbinden analoge Erfahrungen (Schatten beobachten) mit digitalen Medien (Fotografieren, Auswählen, Ausdrucken).

Zusätzliche Bilder

Zusätzliche Dateien

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Video

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Entwickelt von

Andrea Albert, Jana Schuh