Leuchtende Schnecke aus Knete

Geförderte Kompetenzen

  • Digitale Kompetenz
  • Kollaboration
  • Kommunikation
  • Kontextkompetenz
  • Kreativität und Innovation
  • Kritisches Denken und Problemlösung
  • Kulturalität

Altersgruppe

  • a. Kindergarten
  • b. Volksschule

Gebraucht wird

Leitfähige Knete (selbst gemacht oder fertig gekauft – Rezept siehe unten) in zwei Farben, 2 rote LEDs (oder andere Farben), 1 Blockbatterie (9 V), Plastikunterlage oder Pappteller, optional: isolierende Knete (z. B. nicht-leitende Modelliermasse in anderer Farbe)

Beschreibung

  1. Leitfähige Knete vorbereiten/ Rezept:

Zutaten: 2,5 Tasse Mehl, 1/4 Tasse Salz, 3 EL Zitronensäure oder Weinsteinbackpulver, 1 EL Speiseöl, 1 Tasse Wasser, Lebensmittelfarbe (optional)

Zubereitung:

  • Alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen.
  • Öl und Wasser dazugeben, gut durchkneten.
  • So lange kneten, bis eine weiche, nicht zu feuchte Masse entsteht.
  • Lebensmittelfarbe hinzufügen.
  • Luftdicht lagern!

💡 Das Salz und die Zitronensäure machen die Knete leitfähig.

  1. Schneckenhaus formen
  • Die Kinder rollen nun eine Wurst aus grüner Knete – das wird das Haus.
  • Nun formen die Kinder daraus eine Schneckenhaus-Spirale.
  1. Schneckenkörper formen
  • Die Kinder rollen nun eine Wurst aus gelber (oder anderer) Knete – das ist der Körper.
  • Die Kinder drücken das Schneckenhaus leicht auf den Körper.
  • Wichtig: Zwischen Haus und Körper sollte sich eine isolierende Schicht befinden, damit die beiden leitfähigen Knetstücke keinen direkten Kontakt haben. Diese Schicht kann z. B. ein Stück zweiseitiges Klebeband oder eine dünne Lage nicht-leitfähiger Knete sein.
  1. Augen vorbereiten
  • Die Kinder nehmen nun 2 LEDs.
  • Sie stecken die beiden LEDs vorne am Schneckenkopf senkrecht nebeneinander in die Knete.
  • Die Kinder achten auf die Polarität: Das längere Bein der LED ist der Pluspol, das kürzere der Minuspol. Die LED-Beine sollen nicht in derselben Knetmasse stecken, z. B. beide Pluspolen in Schneckenhaus, beide Minuspolen in dem Schneckenkörper (oder umgekehrt).
  1. Strom anschließen
  • Die Kinder drücken nun die eine Seite der Batterie (Plus) in die Knete, die mit dem Plusbein der LEDs verbunden ist.
  • Nun drücken sie die andere Seite der Batterie (Minus) in die andere Knetseite.
  • Die LEDs sollten aufleuchten, wenn der Stromkreis geschlossen ist.

Wichtig zu wissen:

  • Die Knete leitet Strom!
  • Die zwei Knetstücke dürfen sich nicht berühren, sonst gibt es einen Kurzschluss.
  • Wenn beide LED-Beine in derselben Knetmasse stecken, funktioniert es nicht.
  • Wenn eine LED nicht leuchtet, umdrehen (sie funktioniert nur in eine Richtung).

Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K

Kollaboration: Die Kinder arbeiten gemeinsam: Sie teilen Materialien, helfen sich gegenseitig beim Formen der Schnecke, beim richtigen Platzieren der LEDs oder beim Halten der Batterie. Dabei lernen sie, sich abzusprechen, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam zu einem Ziel zu kommen.

Kommunikation: Im Austausch erklären die Kinder ihre Schritte, geben Tipps und beschreiben, was funktioniert (oder nicht). Sie lernen Fachbegriffe wie „Pluspol“, „Stromkreis“, „LED“ und üben sich im präzisen sprachlichen Ausdruck in zwei Sprachen (siehe „AT-HU Vokabular: Leuchtende Schnecke“).

Kritisches Denken: Funktioniert die Schnecke nicht wie geplant (z. B. LED leuchtet nicht, die zwei Knete-Schichten berühren sich, überlegen die Kinder, woran das liegen könnte. Sie überprüfen Hypothesen („Ist der Stromkreis geschlossen?“, „Sind die Beine richtig herum?“) und entwickeln Lösungen. So stärken sie ihr logisches Denken, ihre Problemlösungsfähigkeit und Frustrationstoleranz.

Kreativität: Die Kinder gestalten die Schnecke nach eigenen Vorstellungen: Welche Farben? Welches Gesicht? Wollen sie das Schneckenhaus mit einem Muster oder zusätzlichen Figuren dekorieren? Sie kombinieren gestalterische Ideen mit technischen Funktionen (z. B. LED-Augen) und erleben Technik als kreativen Gestaltungsraum.

Kulturalität: Die Schnecke kann mit Symbolen, Farben oder Formen gestaltet werden, die an persönliche oder kulturelle Hintergründe der Kinder erinnern. Wenn Kinder ihre Schnecke vorstellen, kann ein Austausch über Unterschiede und Gemeinsamkeiten entstehen. So wird Vielfalt sichtbar und wertgeschätzt.

Kontextkompetenz: Durch das Bauen erfahren die Kinder, wie Stromkreise im Alltag funktionieren. Sie erleben, dass Materialien wie Knete Strom leiten können, und verstehen, dass bestimmte physikalische Gesetze (z. B. Isolation, Richtung von Stromfluss) auch in ihrer selbstgebauten Schnecke gelten. Abstrakte Inhalte werden greifbar.

Digitale Kompetenz: Kinder lernen grundlegende elektrotechnische Prinzipien kennen: Was ist ein Stromkreis? Wie funktioniert eine LED? Was passiert, wenn man Plus und Minus vertauscht?

Zusätzliche Bilder

Zusätzliche Dateien

Video

-

Entwickelt von

Lead Partner. Marianna Glück-Molnár, Helga Horváth, Muttersprachliche Mitarbeiterinnen