Samenkugeln herstellen: Die Stadt etwas grüner machen
Gebraucht wird
Für 20 Kugeln:
• 200 g torffreie Blumenerde
• 200 g Tonerde-Pulver, z. B. aus dem Gartencenter oder Katzenklumpstreu
• 3 Päckchen Saatgut (heimische Wildblumen)
• etwas Wasser und eine Schüssel
• Zeitungspapier
• bei Bedarf ein grobes Sieb
• bei Bedarf einen Mörser
Beschreibung
- Geben Sie mit den Kindern die Blumenerde in die Schüssel.
- Lockern Sie die Erde auf, sodass alle groben Teile wie Rinde, Wurzeln und kleine Äste entfernt sind (wenn nötig mit einem groben Sieb).
- Lassen Sie nun die Kinder Tonerde-Pulver und Saatgut dazugeben und alles vermischen.
- Bei Verwendung von Bentonit-Katzenstreu zermahlen Sie dieses vorher mit einem Mörser.
- Nun können die Kinder langsam etwas Wasser hinzugeben, bis sich die Masse formen lässt.
- Danach formen Sie mit den Kindern den Samenteig zu etwa walnussgroßen Kugeln.
- Lassen Sie die Kugeln nun auf Zeitungspapier 48 Stunden trocknen.
Extra-Tipp: Achten Sie darauf, Saatgut von heimischen Wildblumen zu verwenden!
Nachdem die Samenkugeln fertiggestellt wurden, können diese bei einer Exkursion um die Bildungseinrichtung auf (grauen) Verkehrsinseln mit den Kindern angepflanzt und der Wachstumsprozess beobachtet werden.
Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K
Kollaboration: Gemeinsam wird durch das Herstellen und Anpflanzen von Samenkugeln etwas für die Umwelt getan und ein gemeinsamer Schaffensprozess initiiert.
Kritisches Denken: Fragen Sie die Lernenden: Warum ist das so, dass mehr und mehr Grünflächen aus der Stadt, aber auch am Land verschwinden und so viel in das Stadt gebaut wird? Was hat dies für Auswirkungen auf unsere Umwelt und unsere Lebenswelt?
Kulturalität: Ist dieses Phänomen, dass so viel in der Stadt gebaut wird und Grünflächen verschwinden wird nur bei uns so oder überall? Wird in ärmeren Ländern mehr „bebaut“ als in reichen Ländern, wenn ja, warum ist dies so?
Kreativität: Durch das eigenaktive Arbeiten steht die Kreativität im Vordergrund. Auch ist es wichtig, dass Kinder sich mit dieser Aktivität selbstwirksam erleben, dass sie Umweltphänomene durch ihr Tun beeinflussen und verändern können.
Kontextkompetenz: Reflexionsfragen (für Vertiefung 1/2 hierzu könnten sein:
- Wie genau hängt die „Verstädterung“ von Grünflächen und das großflächige Bebauen von Landschaften nun mit dem Klima zusammen, was denkt ihr?
- Hat sich in den letzten Jahren/von Generation zu Generation hier etwas verändert? Wenn ja, warum denkt ihr, ist das so?
- Was kann die Ursache dafür sein und welche Lösungen können zu einer nachhaltigen Veränderung führen?
Kommunikation: Lassen Sie die Lernenden in kleine Sprachgruppen zusammenarbeiten und bitten Sie, dass die Gruppe danach eine/-n Sprecher:in wählt, der/die die Ergebnisse auf Deutsch den anderen Kindern erläutert.
Digitale Kompetenz: Gemeinsam sollen die Kinder regelmäßig die bepflanzte Fläche besuchen und den Wachstumsprozess und die sichtbare Veränderung mit einer Kamera dokumentieren. Danach sollen die Kinder jene Fotos auswählen, wo sie denken, dass diese am besten den anderen Kindern erklären, was sie hier an grüner Veränderung bewirkt haben.
Zusätzliche Bilder
Zusätzliche Dateien
Video
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