(Solar-)Karussell

Geförderte Kompetenzen

  • Digitale Kompetenz
  • Kollaboration
  • Kommunikation
  • Kontextkompetenz
  • Kreativität und Innovation
  • Kritisches Denken und Problemlösung
  • Kulturalität

Altersgruppe

  • a. Kindergarten
  • b. Volksschule

Gebraucht wird

Leere Dose oder kleine Glasflasche, weißes Papier und Malstifte, doppelseitiges Klebeband, Schere, Lochzange oder spitzer Bleistift, rundes Kartonstück, Faden, kleine Anhänger (Perlen, Büroklammern, Misteln), kleiner Motor, Batteriehalter mit AA-Batterie oder Solarpanel, Krokodilklemmen, Klebeband, Sand oder Wasser für die Stabilität, Potentiometer (optional)

Beschreibung

Schritt 1: Gestaltung des Standfußes:

  • Die Kinder malen ein eigenes Motiv auf ein weißes Blatt Papier (ca. A5-A4).
  • Dieses wird anschließend auf eine leere Dose oder eine kleine Glasflasche geklebt.
  • Dann füllen die Kinder etwas Sand oder Wasser in die Dose/Flasche, damit sie stabil steht.

Schritt 2: Motor anbringen:

  • Die Kinder schneiden ein ca. 2 cm x 2 cm großes Stück doppelseitiges Klebeband ab.
  • Sie kleben es mittig auf den Dosen- oder Flaschendeckel.
  • Dann setzen sie den kleinen Motor darauf und drücken ihn gut fest.
  • Die Dose oder Flasche wird mit dem Deckel geschlossen.

Schritt 3: Karusselldach vorbereiten:

  • Mithilfe einer Schablone werden vier gleichmäßige Außenlöcher sowie ein mittiges Loch auf einem runden Kartonstück markiert.
  • Die Löcher werden mit einer Lochzange oder einem spitzen Gegenstand ausgestanzt.
  • Das Kartonstück kann individuell gestaltet und bemalt werden.
  • Nach der Durchführung des 4. Schrittes wird der fertige Kartonausschnitt auf dem Motor platziert.

Schritt 4: Fäden und Anhänger befestigen:

  • Die Kinder schneiden vier gleich lange Fäden zurecht.
  • Sie fädeln diese durch die vier Außenlöcher des Kartons.
  • An die Enden werden kleine Figuren (z. B. Misteln, Perlen oder Büroklammern) gebunden.
  • Darauf achten , dass die Fäden nicht länger sind als die Höhe des Karussells.

Schritt 5: Anschluss des Motors:

  • Der Motor wird mit einem Solarpanel oder einer Batterie (1 Stück AA Batterie im Batteriehalter) mithilfe von Krokodilklemmen verbunden. Die Pole (+ und −) müssen korrekt verbunden sein.
  • Dann wird das Kabel mit Klebeband an der Dose oder Flasche fixiert, um ein Verheddern beim Drehen zu vermeiden.

Weitere Ideen:

  • Statt eines Karussells kann auf demselben Aufbau auch ein Ventilator entstehen. Dazu werden feste Kartonstücke als „Flügel“ auf dem runden Kartonstück geklebt. Mit einem sogenannten Potentiometer (Drehwiderstand) kann die Drehgeschwindigkeit des Motors reguliert werden. Die Kinder können durch Experimentieren herausfinden, wie sich unterschiedliche Anhänger oder Formen beim schnellen und langsamen Drehen verhalten.

Vertiefende Auseinandersetzung mit den 7K

Kollaboration: Beim Bau des Karussells arbeiten die Kinder gemeinsam an einem mehrschrittigen Projekt. Sie helfen sich gegenseitig beim Ausschneiden, Fädeln und Verbinden der technischen Teile. Entscheidungen – z. B. zur Gestaltung oder zum Aufbau – werden im Team getroffen. Dabei erleben die Kinder, dass ein gelungenes Ergebnis oft nur durch gegenseitige Unterstützung und Kooperation möglich ist.

Kommunikation: Während des Bauprozesses erklären die Kinder ihre Ideen, benennen Materialien und Schritte, geben Anweisungen oder bitten um Hilfe. Sie üben dabei, sich klar auszudrücken, zuzuhören und Arbeitsabläufe sprachlich zu strukturieren. Bei der Aktivität können die Kinder Begriffe wie „Motor“, „Kabel“, „Drehen“ oder „Strom“ in verschiedenen Sprachen kennenlernen und anwenden (siehe „AT-HU Vokabular 15 im Anhang).

Kritisches Denken: Wenn sich das Karussell nicht dreht, der Motor nicht läuft oder sich die Fäden verheddern, sind kreative Lösungen gefragt. Die Kinder analysieren, woran es liegen könnte: Ist der Stromkreis korrekt geschlossen? Ist das Gewicht verteilt? Die Fähigkeit, technische Fehler zu erkennen und selbstständig zu beheben, stärkt ihr logisches Denken und ihre Ausdauer im Umgang mit Herausforderungen.

Kreativität: Die Kinder gestalten ihr Karussell individuell – durch Farben, Motive, Anhänger oder sogar alternative Einsatzzwecke (z. B. als Ventilator). Sie kombinieren ihre eigenen Ideen mit technischen Anforderungen. So erleben sie, dass Kreativität auch im technischen Bereich eine wichtige Rolle spielt und dass funktionale Objekte gestalterisch ansprechend sein können.

Kontextkompetenz: Durch das praktische Arbeiten erleben die Kinder, wie physikalische und technische Prinzipien – wie Stromfluss, Stabilität oder Rotation – direkt auf ihr Produkt wirken. Sie erkennen, wie ihre gestalterischen und technischen Entscheidungen (z. B. Materialwahl, Schwerpunkt, Symmetrie) das Funktionieren des Karussells beeinflussen.

Digitale Kompetenz: Beim Anschließen von Solarpanel oder Batteriehalter an den Motor setzen sich die Kinder mit den Grundlagen einfacher Stromkreise auseinander. Sie lernen, wie elektrische Energie in Bewegung umgewandelt wird. Sie erleben dabei, wie Technik gezielt eingesetzt werden kann, um Objekte zum Leben zu erwecken.

Kulturalität: Im kreativen Teil können Kinder kulturelle Symbole, Farben oder Dekorationselemente aus ihrem eigenen Hintergrund einbringen (z. B. Muster, kleine Figuren). Es könnte einen Austausch über die Karussells in den verschiedenen Ländern gestartet werden.

Zusätzliche Bilder

Zusätzliche Dateien

Video

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Entwickelt von

Adaptiert von: Marianna Glück-Molnár, Leadpartner, NÖ Landesregierung, Abteilung Kindergärten, Quelle: www.young.evn.at/Kindergarten